29. May 2005
Gottfried Helnwein. 20 Jahre nach dem Abgang aus Österreich mischt er L.A. auf – und kehrt mit einer Grossausstellung heim.
Nun findet sich die Antwort auf die Frage nach dem Verbleib Gottfried Helnweins in massiven Schlagzeilen der “New York Times” und der “Los Angeles Times”. “Ein Aufstand der Farben, exzentrisch, anachronistisch, wundersam”, jubeln die Kalifornier. Die Kollegen von der Ostküste schreiben von “ausserirdischer Faszination und wilder Extravaganz”. Gottfried Helnwein hat an der von Placido Domingo geleiteten Oper von Los Angeles den “Rosenkavalier” von Richard Strauss ausgestattet. Maximilian Schell inszenierte, Kent Nagano dirigierte, und die Premiere zu Wochenbeginn geriet dem alten Fuchs Domingo zum Clou der amerikanischen Opernsaison. Schon in den Überschriften aber wird klargestellt, wer hier der Chef war: Gottfried Helnwein nämlich, geboren in Wien als Sohn eines Postbeamten, Konzeptkünstler, Fotograf, Filmer, unvergleichlich resistent gegen Katalogisierungen.
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